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DAS BELARUSISCHE MARKTUMFELD

Unserer Einschätzung nach führt eine Kombination von legislativen Rahmenbedingungen, etwa die Verabschiedung eines Erneuerbaren-Energien-Gesetzes, sowie das Interesse der belarussischen Regierung an ausländischer Direktinvestitionen zu einem sehr günstigen Marktumfeld für Erneuerbare Enegien sowie Energieeffizienstechnologien. Ein wesentliches Ziel der Regierung besteht in der Reduzierung der Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland. Zum jetzigen Zeitpunkt basiert 96% der belarussischen Stromproduktion auf russischen Gasimporten.

Aktuelle russische Bestrebungen die belarussischen Gaspreise dem internationalen Preisniveau anzugleichen, führen in Belarus zu erheblichen makroökonomischen Belastungen. Steigende Energiepreise reduzieren die Wettbewerbsfähigkeit der belarusischen Wirtschaft. Insbesondere zeigt der Wegfall der russischen Energiesubventionen aber auch strukturelle Schwächen auf, die im Zusammenhang stehen mit einer erheblichen Staatsquote sowie einer vertikalen Eigentümerstruktur im Energiesektor, wo bis vor kurzem sämtliche Energiedienstleistungen in einem staatlichen Monopolanbieter gebündelt waren.

In diesem Umfeld sind die Entwicklung von alternativen Energien als auch die Durchführung von Energieeinsparungsmaßnahmen eine Schlüsselaufgabe für die belarusische Politik und Wirtschaft. Die Kombination von unzureichendem, lokalen Investitionskapital auf der einen Seite sowie auf der anderen Seite dem politischen Willen die Energieabhängigkeit von Russland zu reduzieren, führen den belarusischen Energiemarkt in eine Phase rasanten Wachstums und Wandels die mit einer erheblichen Zunahme ausländischer Investitionen verbunden ist.

Die nationalen Ziele sehen bis 2015 die Umsetzung verschiedener konkreter Maßnahmen in den Bereichen Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz vor, u.a. sollen in den nächsten zwei Jahren Biogasanlagen mit einer Kapazitaät von 78 MWel realisiert werden. Die geplanten Energieeinsparungmassnahmen (von 2010) bis 2015 sehen Investitionen in einer Grössenordnung von EUR 8 Milliarden vor.

Alternative Energietechnologien gekoppelt mit innovativen Finanzierungsmethoden sehen sich einer starken Nachfrage gegenüber. Die Realisierung der damit verbunden Chancen setzt allerdings ein Verständnis der lokalen Verhältnisse, insbesondere der politischen Entscheidungsprozesse voraus. Westliche und russiche Einflussnahme betonten momentan die Beschleunigung der Privatisierung des belarusischen Stromsektors. Allerdings ist der kleinere Maßstab und die dezentrale Natur unserer Projekte noch mehr im Einklang mit den Zielen der belarusischen Regierung, die einer allzu raschen Liberalisierung eher kritisch gegenüber steht.

Falls Sie an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert sind, dann würden wir uns über Ihre Kontaktaufnahme freuen.

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